Walldorfer Hügellanschaft auf den Tennisplätzen

(vt) Die Tennisanlage der Tennisabteilung gleicht seit einigen Wochen eher einer großen Baustelle als einem Clubgelände, welches sich in einem verdienten Winterschlaf auf neue Aufgaben in der Jubiläumssaison 2018 vorbereitet. Obwohl, genau betrachtet dient alles, was sich zurzeit auf und neben den Tennisplätzen tut, dem avisierten, runderneuerten Auftritt im Jahr des 50jährigen Jubniläums.

Seit Mitte Oktober bestimmen große und kleine Radlader, Schaufeln und Walzen das Bild auf den Plätzen. Nach Jahrzehnten der einzig auf die jährlichen Frühjahrsinstandsetzung beschränkte Platzpflege läuft eine aufwendige Generalüberholung. Das Ziegelmehl auf den Plätzen hatte sich mittlerweile zu stark verdichtet. Die Kapilare, die das Wasser von der Oberfläche abführen, waren durchweg verstopft. Auf eine Höhe von ca. 6 cm wurden ca. 450 Tonnen Ziegelmehl und Schlake abgetragen. Damit im Jubiläumsjahr unter optimalen Bedingungen gespielt werden kann, haben die Arbeiten schon im Oktober begonnen. Dadurch haben die Plätze Zeit, sich über die Wintermonate zu setzen und benötigen im kommenden März nur noch eine „kleine“ Frühjahrsinstandsetzung.

Neben den Plätzen wurde auch eine neue Bewässerungsanlage eingezogen, da die alten Leitungen brüchig geworden sind. 680 Meter Gräben mussten gezogen werden, um 1.100 Meter Wasserrohre verlegen zu können. Doch nicht nur außen wird saniert. Auch die Duschen und Umkleidekabinen für die ca. 310 Tennisspielerinnen und Tennisspieler des Clubs und ihre Gäste werden sich im Laufe der Wintermonate verändern. Nach einer „Aushöhlung“ in diesem Jahr folgen im ersten Quartal 2018 neue Fliesen, Duschen, Toiletten, Waschbecken und moderne Holzdecken.

Rund 200.000 Euro wird die Tennisabteilung für alle Maßnahmen investieren. Mit der Generalüberholung und Sanierung macht sich der Club ein vorgezogenes Geschenk zu seinem runden Geburtstag. Denn im nächsten Jahr feiert der TC Grün-Weiss sein 50jähriges Bestehen. Über das ganze Jahr sind daher Veranstaltungen geplant, unter anderem ein großes Sommerfest am 4. und 5. August 2018.

Jahreskonzert des Volkschors ein voller Erfolg

(vt) Es war ein rundum gelungener Chorabend, den der Volkschor am 19. November in der SKG Halle ausrichten konnte. Vor mehr als 200 Gästen standen unter dem Motto „Einmal im Jahr“ neben den Sängerinnen und Sängern unseres Vereins noch der gemischte Chor „Living Voices“, früher bekannt als „Gesangverein Liederzweig-Frohsinn“, der „Männergesangverein Eintracht 1882 Geinsheim“ und Britta Diederich als Solistin auf der Bühne.

Eröffnet wurde das Konzert von den Gastgebern, mit Unterstützung des MGV Heiterkeit aus Mammolshain, mit „Unsere kleine Nachtmusik“. Einen ersten Höhepunkt erlebte das Konzert mit der deutschen Interpretation des Klassikers „My Way“. Ein Lächen zauberte das Stück „Männer mag man eben“ des Männergesangvereins Eintracht Geinsheim unter der Leitung von Dirigent Jürgen Bott in die Gesichter aller Frauen im Saal.

Für Horst Schäfer, der mit viel Humor das Konzert moderierte, war dieser Abend auch ein Lebenszeichen des Traditionschors, der dringend nach neuen, vor allen Dingen jungen Mitgliedern sucht. Mit 51 Jahren repräsentiert er die „Jugendabteilung“ des Chors. Diese Überalterung war unter anderem der Grund, 2015 mit dem MGV Heiterkeit Mammolshain zu fusionieren, um weiter diesem wunderschönen Hobby nachzugehen. Beide Chöre, unter der Leitung von Matthias Minzberg, sind zwichenzeitlich zur einer festen Einheit, sowohl auf der Bühne als auch privat, zusammengewachsen. Mitgliederschwund und Überalterung ist jedoch nicht nur beim Walldorfer Chor ein Thema. Es gibt kaum einen Chor, der in diesem Punkt keine Probleme hat.

Auch der Gesangverein Liederzweig-Frohsinn, heute unter dem Namen „Living Voices“ auftretend, kann davon ein Lied singen. In einer Radikalkur verabschiedete man sich von seinem traditionellen und volkstümlichen Repertoire, um moderne Stücke zu singen. So begeistert der Chor das Publikum mit deutschen und englischen Liedern, wie der deutschen Version von Elton Johns „Can you feel the love tonight“ und „Eye of the Tiger“ aus dem Film „Rocky“.
Für ein eigenes Adventskonzert fehlt dem Chor jedoch noch das notwendige Repertoire. Mit der Neuorientierung konnten die „Living Voices“ neue Mitglieder gewinnen. Auf der anderen Seite verabschiedeten sich allerdings auch ältere Chormitglieder, die sich an den englischen Liedern störten.

In der zweiten Hälfte des Konzerts begeisterten der Volkschor und der MGV Heiterkeit gemeinsam mit ihrer Interpretation des bekannten russischen Volkslieds „Kalinka“, das zum Mitklatschen einlud. Beim Stück „Kumbayah“ sang das Publikum lauthals mit. Die 18jährige Solistin Britta Diederich begeisterte, begleitet von Kevin Haubitz am Klavier, mit klassischen Liedern, darunter „Ave Maria“, den Saal. Zum Abschluss stimmten sich Volkschor und Besucher mit Liedern wie „Hoch aus Himmelsferne“ und „Advent ist ein Leuchten“ auf die bevorstehende Adventszeit ein.

An einem kleinen Verkaufsstand in der Halle gab es außerdem selbst gemachte Marmelade und Bücher zu kaufen. Der Erlös geht an die Kinderkrebshilfe der Uniklinik Frankfurt.

Jahreshauptversammlung 2018 – Termin bitte vormerken

(hjv) Die Jahreshauptversammlung der SKG Walldorf. findet am Freitag, dem 20. April 2018, um 20:00 Uhr im Großen Saal des SKG-Heims in Walldorf, In der Trift 5-7, statt.

Neben den Rechenschaftsberichten des Vorstands, der Abteilungen und der Revisoren finden turnusgemäß alle drei Jahre wieder Wahlen statt! Ein neuer Geschäftsführender Vorstand ist zu bestimmen, der den Verein in den nächsten Jahren lenkt!

Bitte unterstützt die Arbeit in unserem Traditionsverein durch zahlreiches Erscheinen an diesem Abend. Denn es gilt, inhaltlich und personell die Weichen für die nächsten drei Jahre zu stellen. Bedenkt, dass die Mitgliederversammlung das höchste Gremium des Vereins ist und von ihm die Ausrichtung des Vereins bestimmt wird.

Natürlich sollen an diesem Abend auch verdiente Mitglieder für ihren Einsatz und langjährige Mitglieder für ihre Treue zur SKG Walldorf geehrt werden. Auch für sie wäre unsere Anwesenheit ein Zeichen der Anerkennung und des Respekts.

Volley für die Gesundheit

(ak/sp) Den Kopf halt‘ kühl, die Füße warm, das macht den besten Doktor arm! Wie könnte man dieses Sprichwort besser beherzigen als mit wöchentlichem Volleyballspiel, das mit etwas Konzentration und gut aufgewärmten Muskeln viel Freude macht!

Durch seine einzigartigen Schwerpunkte auf Technik, Taktik und Teamgeist kann Volleyball bis ins hohe Alter ausgeübt werden und verfügt über eine in anderen Sportarten eher unübliche starke soziale Komponente.

Volleyball ist ein spannendes, variantenreiches Spiel. Auch für Anfänger gibt es schnelle Erfolgserlebnisse und Spaß schon auf niedrigem Leistungsniveau.
Der Sport fördert in hohem Maße die koordinativen Fähigkeiten – Reaktion, Ballgefühl, Orientierung, Konzentration und die Abstimmung verschiedener Körperbewegungen werden benötigt. Alles zusammen verbessert die Kondition und das allgemeine Wohlbefinden auch im Alltag außerhalb des Spielfelds.
Regelmäßiges Volleyballspielen hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit: Es kräftigt die Muskulatur in Beinen und Armen, regt das Herz-Kreislauf-System an und trägt zur Stärkung der Knochen bei.

Nicht zu verschweigen ist, dass bei dieser Sportart der Rücken und vor allem die Sprunggelenke belastet werden. Das untere Sprunggelenk ist Teil des Fußes. Das Sprunggelenk wird durch eine Reihe von Bändern zusammengehalten. Die Außenbänder sind besonders häufig von Umknickverletzungen betroffen, doch Knochenbrüche gibt es eher selten.

Sollte wirklich mal eine Verletzung vorkommen, so rückt die soziale Komponente des Sports in den Vordergrund: Selbstverständlich tritt zuerst der Erste-Hilfe-Kasten in Aktion, und dann wird die gesamte Gruppe mit positiven Energien dafür sorgen, dass die verletzte Person bald wieder auf den Beinen ist und sich am Spiel beteiligen kann.

Wir trainieren jeden Freitagabend in der Halle der Bertha-von-Suttner-Schule – eine hervorragende Gelegenheit, die Arbeitswoche hinter sich zu lassen und mit Spiel, Spaß und Spannung das Wochenende einzuläuten. Wir sind somit ganz nah: Die Halle befindet sich zwischen Mörfelden und Walldorf, gut erreichbar auf halbem Wege zwischen den beiden Teilen der Doppelstadt. Es ist also gar nicht aufwändig, dabei zu sein – komm einfach vorbei zum Schnuppertraining.

Wir freuen uns auf Dich. Weitere Infos gibt es auf der Homepage der SKG unter: https://www.skg-walldorf.de/volleyball/

SKG trauert um Klaus Berndt-Schmitz

Die SKG Walldorf 1888 e.V. trauert um ihren Schriftführer und Leiter der Bouleabteilung, Herrn Klaus Berndt-Schmitz, der am 13. Oktober 2017 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren all zu früh verstorben ist.

Wir verlieren in ihm einen zuverlässigen Vorstandskollegen, der in schwieriger Zeit bereit war, Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur durch sein ausgeglichenes Wesen war Klaus im Verein beliebt. Sein besonderes Interesse galt der Bouleabteilung, die er über Jahre mit Herzblut und Elan geleitet hat. Die Partnerschaft mit den Boulefreunden in Wageningen (NL) war ihm wichtig.

Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Wir werden Klaus in guter Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Christina Schmitz und seiner Familie.

Walter Klement                                           Hans-Jürgen Vorndran
1. Vorsitzender                                             Stv. Abteilungsleiter Boule

Boule-Stadtmeisterschaften 2017

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(hjv) Am 3. September 2017 richtete die SKG Walldorf die 15. Stadtmeisterschaft im Boule-Doublette auf dem Walldorfer Rathausplatz mit 19 teilnehmenden Teams aus.

Von den gemeldeten 21 Zweierteams nahmen leider nur 19 am Turnier teil. Nach der Begrüßung durch den stv. Abteilungsleiter Hans-Jürgen Vorndran, der insbesondere darauf hinwies, dass der Vorsitzende Klaus Berndt-Schmitz erkrankt sei und er daher die Organisation mit der Unterstützung des Technik- und des Catering-Teams übernommen habe. Er bedanke sich bei allen Helferinnen und Helfern, ohne deren Mithilfe ein solches Turnier nicht durchführbar sei. Ferner bedauerte er, dass in diesem Jahr die Boulefreunde aus der Partnerstadt Wageningen (NL) verhindert seien. Sodann wünschte er den Teilnehmern bei spannenden Spielen viel Erfolg!

Der langjährige Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Heinz-Peter Becker, würdigte in seinem Grußwort das andauernde Engagement der Boule-Abteilung der SKG Walldorf. Die heute zum 15. Mal ausgetragene Stadtmeisterschaft im Boulespiel, die jeweils am ersten Sonntag im September stattfinde, habe inzwischen ei-nen festen Platz im Veranstaltungskalender der Kommune. Auch heute würde wieder durch die vielen Teilnehmer und das schöne Ambiente der Veranstaltung der Walldorfer Rathausplatz belebt. Zur Förderung der Vereinsarbeit und ihrer Anerkennung überreichte Bürgermeister Becker einen Gutschein über 50 €.

Nach der Auslosung der fünf 4er-Gruppen konnten die Wettkämpfe auf sieben Bahnen beginnen. Viele Spiele waren heiß umkämpft, was sich auch in den knap-pen Ergebnissen widerspiegelte. Insgesamt gab es dreißig Gruppenspiele, so dass jedes Team dreimal antreten musste. Danach folgte die Haupt- oder KO-Runde mit den fünf Gruppensiegern und den drei besten Zweiten, wobei um den Platz des dritten besten Zweiten zuvor noch ein Entscheidungsspiel ausgetragen werden musste. Bis ins Viertelfinale hatten es noch drei SKG-Teams geschafft. Im Halbfinale schieden dann zwei Mannschaften aus.

Das Finale bestritten sodann die stärksten Teams des Tages mit Florian Besinger und Rolf Schröder sowie Michael Simon und Ercole Rao, wobei die Erstgenannten mit 13:10 knapp die Oberhand behielten und gleich bei ihrer ersten Teilnahme Stadtmeister wurden. Zur Freude der Bouleabteilung, aber auch zur Überraschung mancher erreichte Angelika Güth mit ihrem Partner Dieter Jaskulla (SKG) durch einen überzeugenden 13:2 Sieg über das Team Klaus und Oliver Janczak den 3. Platz! Herzlichen Glückwunsch! Die vorjährigen Stadtmeister Karin und Karl Hauser waren diesmal nicht angetreten.

Nach gut acht Stunden konnte Organisator Hans-Jürgen Vorndran dann um 18:15 Uhr die Siegerehrung vornehmen und den erfolgreichen drei Teams schöne Trophäen überreichen. Das Wetter hatte prima mitgespielt. Es gab regen Zuspruch an Zuschauern. Das Käse- und Wurstbuffet war leer geräumt, der Wein ausgetrunken, ebenso zwei Kasten Sprudel. Für die Organisation des Turniers sowie die Erfrischungsangebote gab es viel Lob von den Teilnehmern. Eine Ermunterung für das nächste Jahr! Was uns Bouler/innen aber an diesem Tage ganz besonders gefreut hat, war, dass auch unserer erkrankter Abteilungsleiter Klaus Berndt-Schmitz unsere Veranstaltung besucht hat; im Rollstuhl sitzend, verfolgte er aufmerksam über mehr als eine Stunde das Geschehen. Wir wünschen ihm von Herzen baldige Ge-nesung und sagen in seinem Sinne „Allez les boules!“

Ein Boule-Wochenende bei Freunden in Wageningen (NL)

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(hjv) Seit Jahren fahren die Walldorfer Bouler in wechselnder Besetzung einmal im Jahr in unsere niederländische Partnerstadt Wageningen, um dort gemeinsam mit Boulefreunden ein Wochenende zu verbringen. Im Gegenzug nimmt regelmäßig eine Abordnung des Wageninger Boulevereins SSS (Succes Sans Soif = Erfolg ohne Durst) mit guten Erfolgen an der von der Bouleabteilung der SKG Walldorf auf dem Walldorfer Rathausplatz ausgerichteten Stadtmeisterschaft am ersten Sonntag im September teil.

Nachdem ein passender Termin vom 9. bis 11. Juni gefunden worden war, wurden mögliche Teilnehmer abgefragt. Es meldeten sich sieben Personen, darunter auch der stellvertretende Abteilungsleiter Hans-Jürgen Vorndran, der die Organisation der Fahrt übernahm. Dies bot sich an. Denn er war seit Mitte der 1980 er Jahre regelmäßig in der Partnerstadt in den unterschiedlichsten Funktionen. Wir wollten wieder im sehr zentral in einem Park gelegenen Hotel „Hof van Wageningen“ übernachten. Von dort sind es nur ein paar Schritte zur Fußgängerzone und dem Marktplatz mit der „Großen Kirche“ und den umliegenden Kneipen. Doch das Hotel war fast ausgebucht; neben den vielen Studenten der Landwirtschaftlichen Universität aus Asien und Afrika waren dort jetzt auch polnische Arbeiter untergebracht. Doch mit der Unterstützung von Corrie van Rumund, die sich in der „Platform Mörfelden-Walldorf“ engagiert, gelang es, Zim-mer zu bekommen.

In einem Vorbereitungsgespräch waren sich die Teilnehmer schnell über den Programmablauf einig. So versammelten sich am Freitag pünktlich um 10.00 Uhr vor der SKG: Karin und Karl Hauser, Otto Milsch, Rudi Matzer, Heiner Matscheck, Angelika Güth und Hans-Jürgen Vorndran zur gemeinsamen Abfahrt mit Privat-PKWs und zwar linksrheinisch über Venlo, um dem regelmäßigen Kölner-Stau zu umgehen. Die Strecke ist mit ca. 360 Kilometer geringfügig länger, aber angenehm durch die Eifel zu fahren. Wenn-gleich uns dieses mal heftige Regenschauer begleiteten. Ankunft im Hotel war gegen 14.30 Uhr und um 16.00 Uhr das Treffen mit den Wageninger Boulefreunden auf ihrer Anlage anberaumt. Dort wartete schon der Vorsitzende Gertjan van Leeuwen mit sei-nen Kollegen auf uns. Im Rahmen der herzlichen Begrüßung übergaben wir unser Gastgeschenk – Bier aus Deutschland. Dann wurden die Boulebahnen ausprobiert und gemeinsam einige Spiele absolviert. Gegen 18.30 Uhr ging es zurück ins Hotel und von dort fußläufig zum Marktplatz. Wir kehrten beim „Schwarzen Kater“ zu einem Imbiss ein. Gemütlich im Freien unter einem großen Baum sitzend, betrachteten wir die vorbei flanierenden, meist jungen Menschen und ließen den Tag bei einem Bierchen ausklingen.

Am Samstag machten wir uns nach dem reichhaltigen Frühstück im Hotel zur Stadterkundung auf. Dabei war es mir wichtig, den Teilnehmern Wageningen nicht nur als international geprägte Universitätsstadt vorzustellen, sondern auch seine historische Rolle für die Niederlande als „Stadt der Befreiung“ zu vermitteln. Im Mai 1940 erlitt die Stadt schwere Verwüstungen bei der Schlacht um den „Grebbeberg“ zwischen Rhenen und Wageningen. Aber auch der Rückzug der deutschen Truppen 1945 war nicht min-der heftig. So gingen wir zunächst zum wieder aufgebauten Hotel „De Wereld“, wo am 5. Mai 1945 mit der Unterzeichnung der Kapitulation durch den deutschen General Johannes Balskowitz und den kanadischen General Charles Foulkes für die Alliierten der Zweite Weltkrieg und damit die deutsche Besatzung in den Niederladen beendet wur-de. Eine Tafel erinnert daran, dass Prinz Bernhard der Niederlande die Urkunde mit unterzeichnet hat. An diesem nationalen Gedenktag wird jährlich mit einer Parade der Befreiung gedacht. Inzwischen nehmen an dieser Veranstaltung regelmäßig Delegationen aus Mörfelden-Walldorf teil. Das war anfangs noch nicht selbstverständlich als sich die beiden Stadtgemeinschaften 1983 über eine Friedenspartnerschaft annäherten und wir uns gemeinsam mit der Geschichte auseinandersetzten. Dieser Prozess mündete 1992 in eine breit getragene Städtepartnerschaft, an dem auch die Boule-Abteilung der SKG Walldorf ihren Anteil hat.

Vom 5. Mai-Platz folgten wir dem General-Foulkes-Weg ein kurzes Stück, um dann nach rechts eine Treppe hinunter zu gehen. Hier liegt, etwas versteckt und ansonsten kaum zu bemerken, der Jüdische Friedhof. Auf ihm haben schon lange keine Beerdigungen mehr stattgefunden. Denn auch aus Wageningen wurden die noch verbliebenen 71 Juden in das Durchgangslager Westerbork verschleppt und von dort in die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau oder Sobibór gebracht. Daran erinnert das berührende Denkmal „Das Lebenstor“ am Ort der ebenfalls nicht mehr vorhandenen Synagoge.

Danach schauten wir uns das neue Baugebiet mit den schönen, klinkerverkleideten mehrstöckigen Häusern vor dem Damm an, die aufgrund ihrer Lage und Ausstattung dem gehobenen Wohnbedarf dienen dürften. Wir setzten unseren Spaziergang auf dem Damm in Richtung Industriehafen fort. Der befestigte Damm wird nicht nur von Fußgängern, sondern auch von Fahrradfahrern stark genutzt. Von dort hatten wir eine gute Sicht auf den südlich liegenden „Wageninger Berg“ mit seinem Botanischen Garten. Den unweit vom Damm fließenden Waal konnten wir nur erahnen, denn die naturnahe Polderlandschaft gab den Blick nicht auf den südlichen der beiden Mündungs-flüsse des Rheins frei. Nach einigen hundert Metern verließen wir den Damm und waren alsbald wieder am Marktplatz angelangt. Dort herrschte inzwischen reges Treiben. Viele Stände mit einem reichhaltigen Angebot von landwirtschaftlichen Produkten, Blumen, Käse, Fleisch und Fisch waren rund um die Kirche aufgebaut. Rudi und Heiner ließen es sich nicht nehmen, den frischen Matjes mit Zwiebeln aus der Hand zu kosten. Köstlich, meinten beide gegenüber den Skeptikern. Die Große Kirche hatte am Markttag zwar geöffnet, aber leider nur für ihre Toiletten, nicht aber den Gebetsraum. So konnten wir uns das Befreiungsfenster nicht von innen ansehen. Dafür schlenderten wir über Hoog-Straat, machten unsere Einkäufe und ließen uns vor der Stadtbibliothek in einem Cafe nieder, um die vielfältigen Eindrücke Revue passieren zu lassen. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von der Architektur der vielen schönen Häuser und dem sehr persönlichen Stil, besonders der Niederländerinnen.

Bereits um 12.00 Uhr wurden wir auf der Boule-Anlage mit einer Spargelsuppe mit gekochten Eiern und Schinkenwürfeln erwartet. Sehr lecker hatte Marja gekocht! So gestärkt gingen die drei Teams aus Walldorf an den Start: Die amtierenden Stadtmeister Karin und Karl Hauser, die Altmeister Rudi Matzer und Otto Milsch und das neu gebildete Team Angelika Güth und Heiner Matscheck. Insgesamt nahmen acht Mannschaften (Doublette) an dem Turnier teil. Wegen einer Schulterverletzung blieb ich spielfrei als Beobachter im Hintergrund und hatte Zeit für ein ausführliches Gespräch mit der örtlichen Galeristin Marlou Kursten. Gemeinsam hatten wir über viele Jahre regelmäßig Kunstausstellungen in beiden Partnerstädten organisiert, bis dies leider aus Geldmangel der Kommunen eingestellt wurde. So tauschten wir uns über gemeinsame Bekannte und Freunde sowie die Aktivitäten im Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft (25) aus.

Nach vielen spannenden Spielen auf den jeweils sehr unterschiedlichen Boulebahnen – worüber gelegentlich geklagt wurde, was aber andererseits den besonderen Reiz aus-machte – endete das Turnier nach gut viereinhalb Stunden. Unsere drei Teams schwächelten an diesem Nachmittag leider etwas, denn die Konzentration ließ aufgrund der sommerlichen Temperaturen und der Dauer des Turniers nach. Zudem soll nicht verschwiegen werden, dass das Durchschnittsalter unserer Mannschaften bei etwa 75 Jahren lag. Sei es drum. Das Boulespielen hat allen dennoch viel Spaß bereitet. Karin und Karl erreichten den dritten Platz, während Otto & Rudi auf Platz 5 und Angelika & Heiner auf Platz 7 landeten.

Bereits im Vorfeld hatten wir unsere Gastgeber zum Abschluss des Turniers zu einem gemeinsamen Abendessen – einer indonesischen Reistafel – eingeladen. Für die Getränke sorgten die Niederländer. Das Essen fand dieses Mal jedoch nicht im Vereinsheim, sondern im Innenhof der neuen Wohnung von Gertjan van Leeuwen in der Nähe des Hotels statt. Zudem bereicherten erstmals die Ehefrauen die Runde der Boulespieler. Von dieser persönlichen Geste waren wir angetan. An diesem Sommerabend spielte auch das Wetter mit und so wurde es ein schöner, geselliger Abend im Freundeskreis.

Zu den Besuchen der Walldorfer Bouler in Wageningen gehört es, am Sonntagvormittag noch etwas in der Umgebung zu unternehmen, um mehr von dem Land und seinen Menschen kennen zu lernen. Auf Vorschlag von Gertjan und Guido, die uns wieder begleiteten, hatten wir uns für eine Fahrt in das nahe gelegene Nijmegen entschieden. Die ehemalige Hansestadt mit einer katholischen Universität hat heute rund 170 Tausend Einwohner. Über eine mächtige Bogenbrücke überqueren wir den Waal. Kurz danach bogen wir nach rechts ins Parkhaus ein.

Von dort ging es fußläufig auf eine Anhöhe zu einer Burganlage, dem Valkhof, mit der in einem Park mit altem Baumbestand gelegenen romanischen St.-Nikolaus-Kapelle. Wir wurden mit einem herrlichen Ausblick auf den Fluss, die Brücken, das Poldervor-land und die Promenade belohnt. Die an der Promenade ankernden Kreuzfahrtschiffe, aber auch Segelboote, weckten unser Interesse. Dann geht es wieder bergauf ins Zentrum. Unterwegs entdeckte ich eine Tafel, die an den ehemaligen Wohnort der Mutter von Karl Marx erinnert. Wir schauten uns auf dem Marktplatz mit dem prächtigen Rathaus um. Unweit davon steht die gotische Stevenskerk, die heute der reformierten Gemeinde dient.

Jetzt hatten wir uns eine Erfrischung in einem schattigen Garten der Brauerei „De Hemel“ (Der Himmel) verdient; für die Autofahrer alkoholfrei! An diesem Sonntag traten auf den verschiedenen Plätzen Musik- und Tanzgruppen auf und zu unserer Überra-schung waren im Einkaufszentrum viele Geschäfte ab Mittag geöffnet. Fazit: Ein Besuch in Nijmegen lohnt sich! Nach einem herzlichen Abschied von unseren beiden Begleitern wurde die Rückfahrt angetreten. Gemütlich, wieder linksrheinisch bei bestem Sommerwetter!

Martial Arts Day – Benefiz Großseminar mit SKG Beteiligung

Am 27. Mai fand wieder das Kampfkunst-Großseminar der Martial Arts Association – International des Verbandes MAA-I in Düsseldorf statt.

Mit einer wiederum überwältigenden Teilnehmerzahl bleibt diese Veranstaltung das größe Event der Kampfsportfreunde in Deutschland, welches jedes Jahr stattfindet und viele Kampfsportler aus dem In- und Ausland verbindet.

Die Sportfreunde Catherine Mohaupt und Kevin Tuong wurden vom Trainer der Boxabteilung ausgewählt, an dieser Veranstaltung teilnehmen zu dürfen. Sie kamen absolut begeistert von Ihrem Besuch in Düssedorf zurück.

Das nächste Event 2018 wurde schon vorgemerkt.

SKG Teilnehmerinnen beim Antiaggressionstraining “Gewalt gegen Frauen”

Wieder einmal fand im Mai 2017 eine Antiaggressionsveranstaltung “Gewalt gegen Frauen”, organisiert vom DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund), in Frankfurt am Main statt. Unsere Frauen Thanyaporn Rungviwatanunt, Janine Knauf und Nicole Dechant waren Teilnehmerinnen dieser Veranstaltung.

Vaddertag bei den Buschspatzen

Auch wenn der Karneval pausiert, sind die Buschspatzen fleißig. Wie schon in den vergangenen Jahren richteten wir am Heimatmuseum in Walldorf am Vatertag ein kleines Fest aus.

Dort konnte man bei kühlen Getränken und frisch gegrillten Speisen verweilen und das schöne Wetter genießen. Aus Mörfelden begrüßten wir herzlich eine Abordnung der Sandhasen, sie schauen immer bei uns vorbei.

Als nächstes sind wir wieder am 10. September am Rathaus in Walldorf mit unserem Trödelmarkt. Anmeldung für einen Stand nehmen wir gerne unter „die buschspatzen@web.de“ entgegen.

In die närrische Kampagne starten wir dann am 12. November mit unserem Gardenachmittag in der SKG-Halle. Mit Rummel im Busch wird am 20. Januar 2018 weitergefeiert und unsere Kostümsitzung ist am 27. Januar 2018, schon mal vormerken 😉