Ehrung für Karin Hauser

 

 

(hs) Singen, Ausdruck der Freude und des Wohlfühlens?! Ja, so wird es oft beschrieben. Alleine Singen ist sicher schön, doch viel mehr Spaß macht dies im Kreise netter Menschen, die den gleichen Spaß am gemeinsamen Singen haben, wie man selbst. Kommt dann noch ein familiärer Hintergrund dazu, wie zum Beispiel die Eltern, die im Chor singen, dann besteht vielleicht die Möglichkeit, dass der Nachwuchs auch „mit in den Chor geht“.

Genauso hat sich das bei einem Mitglied abgespielt, das am 14. April dieses Jahres, im Rahmen der Kreissängerehrung im Landratsamt in Groß – Gerau, für 65 Jahre aktives Singen im Chor geehrt wurde. Und nicht nur 65 Jahre Singen, nein, 65 Jahre im gleichen Chor zu singen, das muss man erst mal schaffen und wollen.

Trotz Schule, Ausbildung, Familie, usw., ist sie immer dem Volkschor 1906 der SKG Walldorf 1888 e.V. treu geblieben. Die Frau, die dieses Jubiläum feiern durfte, ist unser Mitglied, Frau Karin Hauser.
Doch Karin hat seit jeher nicht nur gesungen. Immer in irgendeiner Weise für den Chor aktiv, zeichnet sie sich vor allem in puncto Bühnendekoration aus. Es gab und wird wohl auch kein Konzert geben, bei dem die Bühne nicht von Karin „abgenommen“ wird, bevor der erste Ton erklingt. Neben der Dekoration und der Tastenpflege des Klaviers, ja, auch das ist oftmals nötig, kümmert sie sich noch um die Jubilare, die einen runden Geburtstag, oder einen ähnlichen Ehrentag begehen.

Im Alter von 14 Jahren kam Karin durch ihre Eltern in den Chor. Zum Chor ist sie im Sommer „gestoßen“ und bereits im Herbst sang der Volkschor, unter der Leitung des damaligen Chorleiters, „Die Schöpfung“ von Haydn.  Man kann sich vorstellen, dass, wenn eine Sängerin 65 Jahre im Chor singt, sich einiges verändert. Neue Chorleiter, neue Sängerinnen und Sänger und, nicht zuletzt, das Repertoire. Doch, egal welche Lieder auch gesungen wurden und werden: Karin kann sie alle singen. Deutsche Texte, englische Texte, sogar einige Zeilen in russischer Sprache, alles wird so lange geübt, bis es sitzt und bei Auftritten textsicher und stimmgewaltig vorgetragen werden kann.

Das gilt und galt nicht nur für die großen Chöre des Volkschors, sondern auch für den „Minichor“, der sich aus dem großen Chor herausbildete, und später in „Vokalensemble Amabilé“ umbenannt wurde. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass dies ein Leben mit und für den Gesang und den Volkschor war und noch immer ist. Noch heute verpasst Karin kaum eine Singstunde, wenn auch die Situation, dem Nachwuchsmangel geschuldet, sich verändert hat und der Chor, in einer Singgemeinschaft mit dem MGV Mammolshain, seine Singstunden, Konzerte und Auftritte bestreitet.

Wer Karin live erleben möchte, kann das im Rahmen des Jahreskonzerts des Volkschors am 10. November 2019, ab 17.00 Uhr in der Mehrzweckhalle der SKG Walldorf 1888 e.V.

Der Volkschor gratuliert Karin Hauser ganz herzlich zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum und wünscht ihr für die Zukunft weiterhin viel GLÜCK und GESUNDHEIT!

Jahreskonzert des Volkschors ein voller Erfolg

(vt) Es war ein rundum gelungener Chorabend, den der Volkschor am 19. November in der SKG Halle ausrichten konnte. Vor mehr als 200 Gästen standen unter dem Motto „Einmal im Jahr“ neben den Sängerinnen und Sängern unseres Vereins noch der gemischte Chor „Living Voices“, früher bekannt als „Gesangverein Liederzweig-Frohsinn“, der „Männergesangverein Eintracht 1882 Geinsheim“ und Britta Diederich als Solistin auf der Bühne.

Eröffnet wurde das Konzert von den Gastgebern, mit Unterstützung des MGV Heiterkeit aus Mammolshain, mit „Unsere kleine Nachtmusik“. Einen ersten Höhepunkt erlebte das Konzert mit der deutschen Interpretation des Klassikers „My Way“. Ein Lächen zauberte das Stück „Männer mag man eben“ des Männergesangvereins Eintracht Geinsheim unter der Leitung von Dirigent Jürgen Bott in die Gesichter aller Frauen im Saal.

Für Horst Schäfer, der mit viel Humor das Konzert moderierte, war dieser Abend auch ein Lebenszeichen des Traditionschors, der dringend nach neuen, vor allen Dingen jungen Mitgliedern sucht. Mit 51 Jahren repräsentiert er die „Jugendabteilung“ des Chors. Diese Überalterung war unter anderem der Grund, 2015 mit dem MGV Heiterkeit Mammolshain zu fusionieren, um weiter diesem wunderschönen Hobby nachzugehen. Beide Chöre, unter der Leitung von Matthias Minzberg, sind zwichenzeitlich zur einer festen Einheit, sowohl auf der Bühne als auch privat, zusammengewachsen. Mitgliederschwund und Überalterung ist jedoch nicht nur beim Walldorfer Chor ein Thema. Es gibt kaum einen Chor, der in diesem Punkt keine Probleme hat.

Auch der Gesangverein Liederzweig-Frohsinn, heute unter dem Namen „Living Voices“ auftretend, kann davon ein Lied singen. In einer Radikalkur verabschiedete man sich von seinem traditionellen und volkstümlichen Repertoire, um moderne Stücke zu singen. So begeistert der Chor das Publikum mit deutschen und englischen Liedern, wie der deutschen Version von Elton Johns „Can you feel the love tonight“ und „Eye of the Tiger“ aus dem Film „Rocky“.
Für ein eigenes Adventskonzert fehlt dem Chor jedoch noch das notwendige Repertoire. Mit der Neuorientierung konnten die „Living Voices“ neue Mitglieder gewinnen. Auf der anderen Seite verabschiedeten sich allerdings auch ältere Chormitglieder, die sich an den englischen Liedern störten.

In der zweiten Hälfte des Konzerts begeisterten der Volkschor und der MGV Heiterkeit gemeinsam mit ihrer Interpretation des bekannten russischen Volkslieds „Kalinka“, das zum Mitklatschen einlud. Beim Stück „Kumbayah“ sang das Publikum lauthals mit. Die 18jährige Solistin Britta Diederich begeisterte, begleitet von Kevin Haubitz am Klavier, mit klassischen Liedern, darunter „Ave Maria“, den Saal. Zum Abschluss stimmten sich Volkschor und Besucher mit Liedern wie „Hoch aus Himmelsferne“ und „Advent ist ein Leuchten“ auf die bevorstehende Adventszeit ein.

An einem kleinen Verkaufsstand in der Halle gab es außerdem selbst gemachte Marmelade und Bücher zu kaufen. Der Erlös geht an die Kinderkrebshilfe der Uniklinik Frankfurt.