Ein Macher wurde 80

Hans-Jürgen „Haschi“ Vorndran

(wk/vt) Ein bekannter Bürger unserer Doppelstadt und seit über 50 Jahren Mitglied der SKG Walldorf feierte am 18. März einen runden Geburtstag: Hans-Jürgen Vorndran, liebevoll Haschi genannt, wurde 80 Jahre alt.

In Berlin als Sohn eines Diplomaten geboren wuchs Haschi in mehreren Ländern unserer Erde auf. Erstmalig zwischen 1946 und 1952 hinterließ er als Schüler der Volksschule erste Spuren in Mörfelden-Wall­dorf.

Frankfurt, Bonn, Köln und Wiesbaden waren seine Station im Jurastudium. Als Referendar nach Walldorf zurückgekehrt wurde er 1968, nach einem Jahr Mit­glied­schaft in der SPD, Stadtverordneter in Walldorf. Dies war der Beginn einer langen Karriere in der Kommunalpolitik.

Eines seiner zentralen, politischen An­lie­gen war die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und die Erinnerung an die furchtbaren Verbrechen der NS-Diktatur. Bis heute als Mitglied im Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau hatte er zahlreiche Exkursionen, Veranstaltungen und Rund­gänge organisiert.

Die Verlegung von Stolpersteinen für jüdische Mitbürger, die von den Nazis verfolgt, vertrieben und in vielen Fällen ermordet wurden, zählte dabei zu seinen wichtigsten Projekten. Seit 2005 sind daraus 54 Steine an 16 Standorten in Mörfelden-Walldorf entstanden.

Seine Vereinskarriere startete zeitgleich zur seiner politischen. Als 1968 die Tennisabteilung „TC Grün-Weiss Walldorf“ aus dem Taufbecken gehoben wurde, war Haschi als Grün­dungs­mit­glied vorne dabei und hat mitgeholfen, die Abteilung auf­zu­bauen. Diese Erfahrungen kamen ihm zwischen 2016 und 2019 bei der Un­ter­stüt­zung der Mitglieder und des Vorstand der Tennisabteilung zu Gute, als es anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Tennisabteilung um die Sanierung der Tennisplätze und der Umkleidekabinen ging.

1995 war es die Boule-Abteilung, die er zusammen mit Walter Schmelz gründete und die er über all die Jahre als Abteilungsleiter und Kassierer prägte. Dabei zählt die Pflege der Städtepartnerschaft mit Wageningen zu seinen bekanntesten Aktivitäten.
 Im Hauptverein der SKG Walldorf ist Haschi heute als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der, Schrift­führer und Berater in Rechts­an­ge­le­gen­hei­ten Mitglied des BGB Vorstands.

Lieber Haschi, die Mitglieder der SKG Familie wünschen dir auch weiterhin viel Gesundheit und ein langes Leben mit deiner Familie.

Freundeskreis Städtepartnerschaft bei den Boulespieler*innen

(hjv) Der Freundeskreis Städtepartnerschaft hatte an einem Freitagabend im August seine Mitglieder in die „Flying Dragon Bar“ eingeladen und darum gebeten, bei uns auf der Boulebahn einige Spiele austragen zu können. So standen wir, Karin und Karl Hauser, Otto Milsch und Hans-Jürgen Vorndran mit den Boulekugeln bei herrlichem Wetter bereit. Zu unserer Überraschung konnten wir Paul Quint und sein gesamtes Schwimmteam aus Wageningen begrüßen, dass am nächsten Tag am „Zwölf-Stunden-Schwimmen“ im Waldschwimmbad teilnahmt. Paul hatte uns bei unserem Besuch in der niederländischen Partnerstadt 2018 das neu gestaltete Rathaus gezeigt. Die Begegnung hat Spass gemacht.
Paul Quint (Mitte) wird von Otto Milsch (rechts) betreut.

17. Boule-Doublette-Stadtmeisterschaft in Walldorf

(hjv) Im Juni hatten wir aus Anlass unserer zehnjährigen Freundschaft die Bouler in Wageningen (NL) besucht und gemeinsam ein schönes Wochenende erlebt (siehe Bericht im Journal 02.2019). Nachdem eine Teilnahme im Vorjahr nicht möglich war, kündigten die Wageninger für die Stadtmeisterschaft in Walldorf am 1. September 2019 mindestens fünf Teams an. Daraus wurde dann eine „niederländische Invasion“, wie es unser Boulefreund Gertjan van Leeuwen in seiner Mail formulierte. Es kamen siebeneinhalb Teams, denn Gertjan spielte mit Karl Hauser (SKG) zusammen. Neu war auch, dass erstmals Frauen mit von der Partie waren. Sie bildeten zwei Teams und eine vierköpfige Fangruppe, für die der SKG-Vorsitzende Walter Klement am Sonntag eigens ein Besichtigungsprogramm in Frankfurt veranstaltete. Insgesamt kamen 19 Personen!

Wir empfingen unsere Gäste am Samstagnachmittag mit einer Kaffeetafel und selbstgebackenen Kuchen auf der Minigolfanlage, wo wir von der Pächterin Evelyn Wahl und ihren Helfern bestens betreut wurden. Nach der für Niederländer traditionellen Tasse Kaffee wurden auf unserer sechsbahnigen Anlage munter gemeinsam die Kugeln geworfen.

Danach war es Zeit für Steaks und Bratwurst vom Grill sowie leckere türkische Gemüsespezialitäten, die von selbstgemachten Salaten aller Art begleitet wurden. Alles fand regen Zuspruch und Lob der Gäste. Dazu gehörten natürlich kühle Getränke. Während sich bei den Damen der Apero-Spritz als Favorit herausstellte, blieben die Männer durchweg beim Bier. An diesem lauen Sommerabend blieb die gesellige Runde noch lange zusammen. Neben vielen Gesprächen wurde zwischendurch immer mal wieder eine Runde Boule bei Flutlicht gespielt.

Am Sonntagmorgen wurde es dann auf dem Rathausplatz sportlich. Nach der Einschreibung und Auslosung der 24 Teams in sechs vierer Gruppen sprach Bürgermeister a.D. Heinz-Peter Becker als Schirmherr ein Grußwort und überreichte eine private Geldspende. Organisator Hans-Jürgen Vorndran wünschte den Teilnehmern Spaß und Erfolg und bedankte sich bei seinen Helfern von Technik und Catering, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre.

In der Vorrunde spielte in der Gruppe jeder gegen jeden und nach insgesamt 36 Spielen kamen die sechs Gruppenersten sowie die beiden besten Zweiten in die KO-Runde. Hier war das Feld ausgeglichen. Vier Wageninger Teams standen vier SKG-Mannschaften gegenüber. In insgesamt spannenden Spielen obsiegten schließlich Sjoerd van Leeuwen/ Guido van Tienen, während Florian Besinger/Rolf Schröder Zweiter wurden. Den dritten Platz belegten Klara Klein/Qamar Zaman, die knapp gegen Monika Kasper/Heiner Matscheck gewannen. Bei der Siegerehrung waren alle, auch der Organisator, mit dem Ablauf des siebenstündigen Wettkampfs zufrieden. Wir wünschten unseren Wageninger Freunden eine gute Heimfahrt! Bis zum nächsten Jahr am ersten Septemberwochenende!